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Tagebuch der Imkerei 2004

24. Dezember 2004 Endlich ein Tag an dem die Temperatu über 10°C steigt und in der Nacht kein Frost angesagt ist. Optimal für die nächste Behandlung gegen die Varroamilbe. Nur mit einer konsequenten Behandlung der Bienenvölker kann diese Milbe unter Kontrolle gehalten werden und das Überleben der Bienenvölker gesichert werden.
30. November 2004 Die Bienen haben sich zur Wintertraube zusammengezogen. So verbrauchen die Bienen sehr wenig Energie und Futter. Jetzt heisst es für die Bienen auszuharren und auf den nächsten Frühling zu warten.
23. Oktober 2004 Mit dem im Sommer eingeschmolzenen Bienenwachs stelle ich zum Kerzen in Verschiedenen Formen her. Demnächst finden Sie mehr Informationen auf dieser Homepage. 
7. Oktober 2004 Die Bienenstände werden regelmässig kontrolliert. An den milden Herbsttagen herrscht reger Bienenflug. Sogar Pollen werden eingebracht, was bedeutet, dass in den Völkern noch gebrütet wird. Die Bienen die jetzt schlüpfen, werden den fortbestand des Volkes im nächsten Frühling garantieren.  
17. Sept. 2004 Eine alter Imkerweisheit besagt, dass alle Arbeiten an den Bienenvölkern am Bettag abgeschlossen sein sollten. Das heisst nicht, dass der Imker nichts mehr zu tun hat. Bis im nächsten Frühjahr müssen alle Gerätschaften wieder instandgestellt werden. Die Bienenhäuser werden gereinigt und kleine Unterhaltsarbeiten gemacht werden.   
10. Sept. 2004 Auch die zweite Behandlung mit Ameisensäure überstehen die Völker ohne Problem. Auf den Honig hat diese Behandlungsmethode keinen Einfluss und kann auch im Honig nicht nachgewiesen werden. 
6. September 2004 Die zweite Behandlung mit Ameisensäure steht heute auf dem Programm. Mit etwas Rauch besänftigt kann das Volk geöffnet werden, den Wintervorrat kontrolliert werden und der Verdunster oben auf die Völker gelegt werden.
4. September 2004 Die Völker haben jetzt alles Futter verarbeitet. Wenn die Fensterwabe verdeckeltes Futter aufweist, heisst das für uns, der Vorrat reicht bis zum kommenden Frühling 
19. August 2004 Wieder beginnen wir mit dem Füttern der Bienen. Bis Mitte September bekommt jedes Volk ca. 24lt Zuckerwasser
17. August 2004 Die erste Behandlung gegen die Varroamilbe haben alle Völker gut überstanden. Die Verdunster werden wieder aus den Völkern genommen. 
14. August 2004 Heute machen wir die erste Behandlung mit Ameisensäure. Mit der Ameisensäure  bekämpfen wir die Varroamilbe, die die Völkern stark belasten. Die Varroamilbe ist dafür verantwortlich, dass viele Imker grosse Völkerverluste zu beklagen haben. Wird die Ameisensäure erst nach dem Schleudern im Sommer angewandt, entstehen keine Rückstandprobleme im Honig des nächsten Jahres. Die Ameisensäure verdunstet im Bienenvolk in 6 bis 10 Stunden, Der Behandlungserfolg beträgt bei optimalen Bedingungen bis 95%. 
Varroamilbe von unten.
12. August 2004 Ein heftiger Gewittersturm mit Hagel fegt über Hinteregg. Grosse Schäden an den Häuser und am Inventar. Alles steht unter Wasser.

10. August 2004 Nach dem schleudern vom Honig müssen  die Völker mit Zuckerwasser aufgefuttert werden, damit sie genügend Vorrat für den Winter haben. 
6. August 2004 Nach den Sommerferien schleudere ich noch die Bienenvölker von Dietlikon. Die Drohnenwaben werden ausgeschnitten und der Wachs eingeschmolzen.
21. Juli 2004 Am Bienenstand in Hinteregg beginnen wir den mit dem Abräumen. Die Bienen finden keinen Waldhonig. Einige Völker reagieren auf die Honigernte sehr stechlustig. Da die Bienen kein Futter finden, versuchen sie in die Kisten mit den Waben zu gelangen. Jeder Tropfen Honig wird sofort von vielen Bienen aufgesaugt. 
16. Juli 2004 Die Waldtracht will nicht richtig beginnen. Da auch noch Sommerferien anstehen, beschliessen wir, in Hinteregg bald zu schleudern. Mir dem Bienenhaus in Dietlikon warten wir noch bis Anfang August.
13. Juli 2004 Die neue Honigschleuder wird heute geliefert. da unsere Imkerei stetig grösser wird, hat die alte handgetriebene Schleuder ausgedient.
5. Juli 2004 Die Drohnenschlacht beginnt. Die männlichen Bienen, also die Drohnen, haben ihren Job getan und werden von den Arbeiterinnen erbarmungslos umgebracht.
30. Juni 2004 Alte Waben deponiere ich in der nähe vom Bienenhaus und lasse den restlichen Honig ausfressen. Danach schmelze ich die Waben ein.
22. Juni 2004 Mit einem schwachen Volk das auf alten Waben sitzt mache ich eine totale Wabenerneuerung. Dazu wische ich alle Bienen in eine Schwarmkiste. Die Waben mit Brut hänge ich zu einem Volk damit die Bienen noch schlüpfen können. Alle anderen Waben werden im Sonnenwachsschmelzer eingeschmolzen. Nach drei Tagen in der Schwarmkiste werden die Bienen im gereinigten Kasten auf leeren Mittelwänden einlogiert. Die Königin nehme ich heraus und ersetzt sie durch eine junge Königin. Wichtig ist, dass die Bienen in der Schwarmkiste täglich mit 5dl Zuckerwasser gefüttert werden. Wenn gute Trachtverhältnisse herrschen  wird das Volk nach dem einlogieren nicht weiter gefüttert.
12. Juni 2004 Zum ersten mal haben wir einen Stand am Wangener Dorfmärt um unseren frisch geschleuderter Honig zu verkaufen. Im September werden wir wieder in Wangen einen Stand haben.  
8. Juni 2004 Das weisellosen Zuchtvolk vereinige ich mit einen Ableger. Dazu ersetzte ich das Fenster durch eine mit Honig bestrichene Zeitung und schliesse vier  Waben mit Brut des Ablegers an die Zeitung. Nach kurzer Zeit werden die Bienen die Zeitung durchfressen und die zwei Völker vereinigen sich. Für alle Nicht-Imker: Ein Ableger ist ein Bienenvolk, dass aus einem natürlichem oder auch aus einem künstlich hergestellten Bienenschwarm gebildet wurde. In der Regel wird ein Ableger in einem kleinen Kasten der einfach zu transportieren ist, einlogiert.

2 Ableger kurz nach dem einlogieren. Die Bienen die noch aussen am Kasten sitzen, werden schon nach kurzer Zeit im Kasten verschwinden. Die Ablegerkasten müssen ca. 3 km vom ursprünglichen Standort aufgestellt werden, ansonsten würden die Bienen wieder in ihr altes Zuhause fliegen.
7. Juni 2004 Die Bienen beginnen wieder, die leeren Honigräume zu füllen. Das warme Wetter begünstigt das blühen des Klees und auch die Linden beginnen bald zu "honigen".
6. Juni 2004 Alle Völker werden kontrolliert, den geschwärmten Völker der Raum ein wenig eingeengt und den starken Völkern eine oder zwei Mittelwände gegeben und der Honigraum erweitert.
4. Juni 2004 Schon beginnt der frisch geschleuderte Honig zu kandieren. Mit einem Teil beginne ich nun Cremehonig herzustellen in dem der Honig täglich gerührt wird. Das rühren bewirkt, dass sich die Struktur der Zuckerkristalle, dass diese nicht mehr kantig, sondern rund werden und der Honig gut streichfähig bleibt. Einmal kristallisierter Honig kann wieder weich gemacht werden, in dem er leicht erwärmt wird. (Max. 40°C). Der erwärmte Honig wird dann gut durchgerührt  und der Honig wird streichfähig bleiben.
28. Mai 2004 Der geschleuderte und durch das Dreifachsieb geflossene Honig, hat jetzt 5 Tage im Abfüllkessel darauf gewartet, abgefüllt zu werden. Der frische Honig wird nach Bienenstand sortiert in die Gläser abgefüllt und ettiketiert.
26. Mai 2004 Die Ableger und Schwärme werden regelmässig kontrolliert. Wenn nötig, wird eine Mittelwand gegeben oder mit Zuckerwasser gefüttert.
22. Mai 2004 Das ganze Imkerteam ist heute mit dem Schleudern beschäftigt. Unzählig viele Waben werden abgedeckelt und mit der handbetriebenen Schleuder kaltgeschleudert. Von den zwei Bienenständen ernten wir herrlich duftenden Raps- und Blütenhonig. Der geschleuderte Honig wird dreifach gesiebt und mindestens drei Tage im Abfüllkessel ruhen gelassen, bis er dann in die Honiggläser abgefüllt werden kann.
19. Mai 2004 Mit der Feuerwehr Wangen-Brüttisellen versuche ich ein Bienenvolk aus einem Unterdach zu holen.
14. Mai 2004 Der Fensterladen ist wieder geflickt und wird wieder montiert. Wieder ein Schwarm, der eingefangen werden muss. Am Abend stehen die Morphologischen Messungen für die Belegstation Pfannenstiel auf dem Programm.  Mitternacht ist schon lange vorbei, aber das Tagebuch schreit nach Aktualisierung und einen neuen  Link baue auch auch noch ein!
13. Mai 2004 Den Schwarm vom Dienstag logiere ich in Dietlikon ein. Ein Fensterladen klemmt seit längerer Zeit. Heute demontiere ich den Laden, um ihn zu reparieren. 
12. Mai 2004 Mit einer Schulklasse besuche ich den Bienenstand in Hinteregg. Gerade steigen wir aus dem Schulbus, da ist ein Volk am Schwärmen. Mit grossen Augen beobachten wir das Naturschauspiel. Der Schwarm setzt sich in der Nähe an einem Strauch nieder, wo er problemlos eingefangen werden kann.
11. Mai 2004 Von der Feuerwehr alarmiert, hole ich einen Bienenschwarm aus einem Apfelbaum nahe einer Wohnsiedlung.
8. Mai 2004 Von 15 Weiselzellen sind nur 2 angenommen worden. Diese lasse ich im Volk, damit das Volk wieder eine Stockmutter hat.
7. Mai 2004 Die ersten Sonnenstrahlen nach ein paar kühlen und sehr nassen Tagen. Den Ableger, den ich mit der Königin, die ich dem Zuchtvolk entnommen habe, kann ich heute im Bienenhaus in Dietlikon einlogieren.
5. Mai 2004 Im Zuchtvolk wachsen jetzt, wenn alles geklappt hat, die jungen Königinnen in den Weiselzellen heran. Am Wochenende werden sie verschult, d. h. in Begattungskasten mit 100 g Bienen gesetzt, wo sie dann am 10. oder 11. Mai schlüpfen werden. Erst wenn die Königin geschlüpft ist, kann sie zur Belegstation gebracht werden. Die Bienen in den Apidea-Kästen bekommen jeden Tag Wasser mit einem Zerstäuber verabreicht. 
4. Mai 2004 Die Schwärme entwickeln sich gut. Schon sind alle Waben ausgebaut und ich erweitere auf 10 Waben.
3. Mai 2004 Der  Honigraum wird laufend erweitert. Bei guten Trachtverhältnissen "produziert" ein gutes Volk 1 kg und mehr Honig pro Tag.
29. April 2004 Die Schwärme logiere ich in Hinteregg auf 8 Waben ein. 
28. April 2004 Im Zuchtvolk hänge ich den Rahmen mit dem Zuchtstoff ein. Das Umweiseln der Maden verlangt ein gutes Auge und eine ruhige Hand. 

28. April 2004

Am Bienenstand in Dietlikon sind schon 2 Bienenschwärme zum Einfangen.
 

26. April 2004 Schon rieche ich den Honig, wenn ich mich dem Bienenhaus nähere. Die Obstbäume blühen und überall verfärben sich die Wiesen. Fleissig tragen die Bienen Pollen und Nektar ein.
23. April 2004 Den starken Völkern, die den Baurahmen ausgebaut haben, wird heute der Honigraum gegeben.
21. April 2004 Heute beginne ich mit der ersten Zucht in diesem Jahr. Noch etwas früh, da das Risiko besteht, dass bei kalter Witterung Mitte Mai die geschlüpfte Königin auf der Belegstation nicht ausfliegen kann und nicht begattet wird. Aber wenn ich ein wenig Wetterglück habe, kann ich schon früh damit beginnen, Ableger und Kunstschwärme zu bilden. An dem Volk, in dem ich züchte, entnehme ich die Königin mit 3 gut besetzten Brutwaben, zwei Vorratswaben und zwei leeren Mittelwänden und bilde einen Ableger.
13. April 2004 Allen Völkern wird der Baurahmen gegeben. Eine Honigwabe mit Mittelwand und eine Honigwabe mit einem Leitstreifen für den Drohnenbau. Sofort beginnen die Bienen die Waben auszubauen.  Baurahmen nach 3 Tagen

3. April 2004

Alle Völker haben auf mindesten 6 Waben Brut, die in den nächsten Tagen schlüpfen werden. Um dem wachsenden Platzbedarf gerecht zu werden, kontrolliere ich täglich die Volkgrössen und füge bei Bedarf eine neue Brutwabe ein. Bei Völker mit alten Waben hänge ich die neue Wabe nach der Aufstiegswabe, also an zweitvorderster Stelle ins  Volk damit die alten Waben nach hinten wandern, damit wenn die alten Waben ohne Brut sind, entnommen und eingeschmolzen werden können.


Meine Tochter Sibylle (11 Jahre) beim Einlöten der Mittelwände

25. März 2004

Seit Anfang der  Woche ist es wieder nass und kalt. Die letzten Vorbereitungen werden noch getroffen. Honigrahmen werden noch fertig verdrahtet und die Mittelwände eingelötet.
 Rahmen vertrahtenMittelwand einlöten

18. März 2004

Frühlingswetter mit Temperaturen um 20°C. Es herrscht reger Bienenflug und viele Pollen werden für die junge Brut eingetragen.
11. März 2004

Über Nacht kam der Winter noch einmal zurück. Die Bienen harren im Stock aus. Am Bienenhaus in Dietlikon montiere ich neue Flugbretter. Die alten waren hochklappbar. Immer wieder werden die Flugbetter durch Passanten hochgeklappt, sodass die Bienen den Bienenstock nicht verlassen können. In den kommenden Tagen ist eine Wetterbesserung in vorhergesagt. 

Dietlikon
Bienenhaus mit neuen Flugbretter

6.März 2004 Noch immer will der Frühling nicht ins Land ziehen. Nass und kalt präsentiert sich das Wetter. Doch diese Zeit nutze ich, einen Fortbildungskurs des VSMB (Verein Schweizer Mellifera Bienenfreunde) zu besuchen. An diesem Kurs wurde die Rassenbestimmung mittels morphologischer Messungen behandelt.

Flügel Mellifara Arbeiterin

Anhand der Flügelstruktur des stark vergrösserten Flügel einer Mellifera Biene (Arbeiterin) kann  mittels morphologischer Messung die Rasse bestimmt werden. Auswertung vom Hantelindex, vom Kubitalindex und der Diskoidalverschiebung.

Volk auf 8 Waben nach dem Eineingen

Bienenvolk auf 8 Waben nach dem Einengen. Es ist jedoch darauf zu achten, dass noch genügend Futter im Volk vorhanden ist. Auch darf sich auf der hintersten Wabe keine Brut befinden.

14. Februar 2004

Heuer präsentiert sich der Valentinstag von seiner schönsten Seite. Genau richtig, um die Völker einzuengen, damit sie bei einsetzender Brut  weniger Raum wärmen müssen. Die hintersten Vorratswaben werden entfernt und im Wabenschrank versorgt. Diese Waben werden wieder gebraucht um Schwärme oder Ableger zu füttern.

Der Winterling, (Lat. Eranthis Hyemalis)
Blüht goldgelb bereits in Februar, wenn zum Teil noch Schnee in den Gärten liegt.

Eranthis Hyemalis
3. Februar 2004 Seit Anfang der Woche herrscht sehr mildes Wetter. Die Bienen beginnen Blütenpollen der Weiden und der vereinzelt blühenden Schneeglöcklein und Winterlingen zu sammeln. Erste Anzeichen, dass das Volk langsam aus der Winterruhe erwacht.
27. Januar 2004 Der Winter kehrt zurück. Eine dicke Schneedecke breitet sich aus. Es ist die Zeit, in der sich das Volk zu einer dichten Traube zusammenzieht. Jede Störung des Volkes kann sich jetzt sehr negativ auf das Volk auswirken.

Bienenflug im Januar

 

Bienenflug im Januar
11. Januar 2004 Wieder ein milder Tag.  Wir treffen uns um die Volker zu kontrollieren. Jedes Volk wird beurteil, ob noch genügend Futter vorhanden ist und ob das Volk sich in guter Verfassung befindet. Ein Volk scheint etwas wenig Futter zu haben. Auf der hintersten Wabe ist kein Futter mehr. Im Bienenhaus schalten wir die Heizung ein, damit keine Wärme im Volk verloren geht. Vorsichtig werden die hintersten Waben entfernt. Das Volk reagiert sofort auf das Eindringen in die Winterruhe. Der erste Bienenstich im 2004 habe ich auch abgekriegt. Die zweite Wabe ist noch gut halbvoll mit Vorrat. Auf der dritten Wabe entdecke ich die Bienenkönigin. Dank der Markierung kann sie in den vielen Bienen gut erkannt werden. Zufrieden wird  das Volk wieder geschlossen. Alles in bester Ordnung.
10. Januar 2004 Ein warmer Wintertag. Es herrscht reger Bienenflug. Die Bienen nutzen die Gelegenheit, sich dem Kot zu entledigen, der sich in den letzten Wochen angesammelt hat.