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Milde und würzige Honigsorten

Milde Sorten wie Akazien-, Klee- und Orangenblütenhonig eignen sich gut zum Süssen von Tee, für Müesli, Desserts, Saucen, Gebäck und Salate. Ausserdem sind sie ideal zum Würzen von Gerichten, die nur einen zarten Honiggeschmack erhalten sollen, z.B. Ente oder Schweinefleisch. Die kräftigen Sorten wie Tannen-, Kastanien-, Salbei-, Heide- und Eukalyptushonig bieten sich für Lebkuchen und zum Marinieren von Braten an.

Wenn Sie aber vollumfänglich von den wertvollen Inhaltsstoffen des Honigs profitieren wollen, sollten Sie ihn roh konsumieren.

Wegen seines hohen Zuckergehalts ist er unbegrenzt haltbar. Trotzdem sollte er immer trocken, kühl (bei 14 bis 16 Grad) und an einem dunklen Ort aufbewahrt werden. Da Honig wasser- und geruchsanziehend ist, muss er immer gut verschlossen gelagert werden.

Akazienhonig

Ein Blütenhonig, der aus Ungarn importiert wird. Eine kleine bis mittlere Menge wird auch im Tessin produziert. Akazienhonig stammt vorwiegend von der Robinie, der so genannten falschen Akazie. Seine Farbe ist zartgelb. Er hat einen lieblichen Geschmack. Durch seinen hohen Gehalt an Fruchtzucker bleibt er lange flüssig.

Alpenrosenhonig

Er wird nur in kleinen Mengen in den Alpen gewonnen. Seine Farbe ist Wasserhell bis Hellgelb und sein Geschmack fruchtig bis sehr süss. Er bleibt 3 bis 6 Monate flüssig.

Blütenhonig

Der Blütenhonig wird Ende Mai nach der Blütezeit der Obstbäume und der Wiesenblumen geschleudert. Er besticht durch seine goldene Farbe. Je nach der dominierenden Pflanzenart kann die Farbe auch bis ins Weisse übergehen. Der Blütenhonig kann nach kurzer Zeit kristallisieren. Bei der Gewinnung ist der Honig klar und dickflüssig. Im Laufe der Lagerzeit wird er jedoch fest, da der Traubenzucker, der im Honig enthalten ist, kandiert. Je höher der Anteil an Traubenzucker, desto schneller setzt dieser natürliche Vorgang ein (z.B. Raps- oder Kleehonig). Überwiegt jedoch der Fruchtzucker, bleibt der Honig ein bis zwei Jahre flüssig (z.B. Wald- oder Akazienhonig).

Créme-Honig

Der Créme-Honig wird aus Blütenhonig hergestellt. Der Blütenhonig hat die Eigenschaft, innerhalb kurzer Zeit zu kristallisieren und ist nicht mehr so gut streichfähig. Aus diesem Grund wird während dem Kandieren der Honig während mehreren Tage umgerührt, damit sich die Kristalle abrunden und der Honig schön cremig wird und auch beleibt. Da der Honig in unserer Imkerei nicht erwärmt wird, behält er auch alle guten Inhaltsstoffe und Eigenschaften.

Eukalyptushonig

Dieser dickflüssige Honig wird aus dem Nektar des Eukalyptusbaumes gewonnen. Seine Heimat sind die riesigen Eukalyptuswälder an der Westküste Australiens. Die Farbe schwankt zwischen Gold- und Dunkelbraun. Der Geschmack ist malzartig. Bleibt lange flüssig.

Heidehonig

Wird in Norddeutschland, Frankreich und Spanien gewonnen. Heidehonig ist ein geleeartiger, dickflüssiger Blütenhonig, der sehr schnell kristallisiert. Seine Farbe schwankt zwischen Hellrötlich und Rotbraun. Der Geschmack ist aromatisch, fast herb.

Kastanienhonig

Kastanienhonig aus dem Tessin hat eine hell- bis dunkelbraune Farbe. Sein Geschmack ist kräftig und herb bis bitter. Er bleibt längere Zeit flüssig.

Kleehonig

Dieser Blütenhonig kommt aus Mitteleuropa, Neuseeland und Kanada. Er ist schön cremig, hat einen lieblichen Geschmack und eine fast weisse bis rotgoldene Farbe. Kleehonig ist feinkörnig und besonders streichfähig, weil er während der Kristallisation täglich gerührt wird.

Lindenhonig

Lindenhonig wird in der ganzen Schweiz gewonnen, allerdings ist das Angebot klein. Seine Farbe ist Hell- bis Dunkelgelb und die Geschmacksnuancen können von herb-bitter bis mentholartig reichen. Lindenhonig kristallisiert nach 3 bis 6 Monaten.

Löwenzahnhonig

Löwenzahnhonig wird auf der Alpennordseite der Schweiz in kleinen bis mittleren Mengen gewonnen. Seine Farbe ist goldgelb und sein Geschmack fruchtig. Er kristallisiert bereits ca. 1 Monat nach der Ernte.

Orangenblütenhonig

Er stammt aus Gegenden, in denen Zitrusfrüchte angebaut werden, vor allem aus Italien, Spanien und Kalifornien. Dieser meist flüssige Honig wird wegen seines feinen Aromas sehr geschätzt. Er hat eine goldgelbe Farbe.

Rapshonig

Rapshonig wird in grossen Mengen auf der Alpennordseite der Schweiz gewonnen. Seine Farbe ist Hellgelb bis Weisslich, sein Geschmack ist fruchtig und erinnert leicht an Kohl. Er kristallisiert bereits ca. 1 Monat nach der Ernte.

Salbeihonig

Dieser dünnflüssige Blütenhonig aus dem Nektar der unscheinbaren Salbeiblüte kommt aus Südeuropa und Kalifornien. Er hat eine helle Bernsteinfarbe und schmeckt pikant-fruchtig. Weil er nur in geringen Mengen produziert wird, gilt er als besondere und darum teure Kostbarkeit.

Tannenhonig

Ein dünnflüssiger Honigtau-Honig, der in Deutschland, Frankreich, Polen, Jugoslawien, Tschechien und der Slowakei und auch auf der Alpennordseite der Schweiz gewonnen wird. Er stammt von der Weiss- und Rottanne. Seine Farbe ist tief dunkelbraun bis grünlich schwarz. Sein Geschmack ist besonders malzig und harzig. Er bleibt längere Zeit flüssig.

Waldhonig

Das ist Honig, der die Bienen vor allem von der Rot- oder Weisstanne holen. m Waldhonig herzustellen, "melken" die Bienen Blattläuse. Die Läuse ernähren sich vom Saft der Bäume und scheiden dabei eine zuckrige Flüssigkeit aus, den sogenannten Honigtau. Den nehmen die Bienen auf und verarbeiten ihn zu Tannenhonig, wie sie Blütennektar zu Blütenhonig verarbeiten.

Wabenhonig

Das ist Honig, der sich noch in den von den Bienen gebauten, verdeckelten, brutfreien Waben befindet. Sie können die Waben, portionenweise in Stücke geschnitten, kaufen. Oder im Glas: ein oder zwei Wabenstücke schwimmen dann in einem Blütenhonig.

Blütenpollen

Die Blütenpollen werden in den Vorratszellen der Waben gelagert, und zwar vorwiegend immer eine Pollensorte pro Wabenzelle. Der Imker sammelt die Pollen - dabei wird Sorge getragen, dass für die Bienen genügend übrig bleibt. Im Handel werden ausschliesslich von Bienen gesammelte Pollen angeboten. Diese sind mit bieneneigenen Substanzen angereichert. Blütenpollen enthalten viele Mineralstoffe, Vitamine und Eiweissstoffe.

Gelee Royale

Das Gelee Royale ist vor allem das Futter für die Königin. Es ist der Grund dafür, dass sich aus einer einfachen befruchteten Eizelle keine Arbeitsbiene, sondern die grössere und fortpflanzungsfähige Königin entwickelt. Diese wird ihr ganzes Leben lang mit Gelee Royale gefüttert; die gewöhnlichen Bienenlarven bekommen es nur die ersten drei Lebenstage. Gelee Royale ist für die Bienen eine wahre Kraftnahrung. Es enthält sehr viele Mineralstoffe, Eiweiss, Fette, Zucker, eine ganze Reihe von Vitaminen und Bienenhormonen.

Auch wir Menschen können uns die vielseitigen gesundheitsfördernden Wirkungen des Gelee Royale zu Nutze machen: z.B. zur Harmonisierung des vegetativen Nervensystems, zur Leistungssteigerung oder gegen das Altern. Eher teuer sind Trinkampullen, günstiger dagegen Lutschtabletten mit Gelee Royal, beides erhältlich in Reformhäusern und Drogerien.

Propolis

Das Kittharz Propolis braucht die Biene zur Gesundheitsvorsorge. Sie stellt es aus dem Harz der Blattknospen oder der Rinde bestimmter Bäume (vor allem Pappeln) und eigenen Fermenten her. Mit diesem Kittharz wird der Stock vor Luftzug, Kälte und Krankheitserregern geschützt, denn es wirkt wie ein natürliches Antibiotikum oder Desinfektionsmittel gegen Bakterien, Viren und Pilze. Propolis ist als das stärkste natürliche Antibiotikum bekannt. Es enthält verschiedene antibakterielle Stoffe und kann deshalb im Gegensatz zu den pharmazeutisch hergestellten Antibiotika nicht zu Resistenzen im Körper führen. Die konservierende Wirkung von Propolis haben schon die alten Ägypter geschätzt, denn sie nutzten es zum Einbalsamieren ihrer Mumien. Die Bienen kleiden mit Kittharz ihren ganzen Stock aus, und auch Fremdkörper oder Kadaver von Eindringlingen, die im Stock gefunden werden, werden in mühevoller Arbeit mit dem desinfizierenden Harz überzogen.

Propolis ist das wertvollste und wichtigste Hygienemittel der Bienen. Es besteht im Wesentlichen aus Harzen, Wachs, Ölen und unlöslichen Bestandteilen. Ausserdem enthält es wertvolle Spurenelemente (z.B. Zink, Eisen, Kupfer) und Vitamine (z.B. Vitamin B, E). Beim Menschen ist es sehr wirksam bei Infektionen im Mund- und Rachenraum.

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